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| Azienda Agricola F.lli TEDESCHI - Pedemonte |
| Die Familie Tedeschi macht nun schon in der fünften Generation Weine im Valpolicella. Mit dem wachsenden kommerziellen Erfolg kamen auch die Angebote für offizielle Ämter. Doch dem Weinbau blieb man treu. So fuhr der Großvater noch auf dem Karren die berühmten Korbflaschen nach Verona. Dessen Enkel wiederum verlassen sich beim Weinbau ganz auf Licht, Sonne und Mondphasen. Im Keller nutzen sie die modernsten Techniken. Die Produktpalette umfaßt alle Qualitätsstufen des Valpolicella-D.O.C. Ein "einfacher" Superiore wird noch übertroffen vom Superiore "Capitel dei Nicalò", bei dem die Trauben vor der Gärung etwa 30 Tage angetrocknet und damit konzentriert werden. Die Brücke zu den großen Amarone-Weinen schlägt der Ripasso "San Rocco", der durch eine Nachgärung auf dem Amarone-Trester verfeinert wird. Für die Amarone werden die Trauben über vier Monate getrocknet und verlieren dabei fast 40% ihres ursprünglichen Gewichts. Gleichzeitg gewinnen sie an Tiefe, Dichte und Komplexität und gehören damit zur Spitze der italienischen Rotweine. |
| PALLADIO |
| Andrea Palladio (1508 - 1580) war der bedeutendste Architekt und Baumeister der Renaissance in Oberitalien. Palladio ist auch eine für GARIBALDI registrierte Eigenmarke, hinter der eine besondere Idee steht: den Namen dieses genialen Mannes mit den großen Weinen der Region, in der er seine schönsten Bauwerke schuf, zu verbinden. Diese Ehre wird den klassischen Veroneser Weinen zuteil: Valpollicella, Bardolino, Chiaretto, Soave, Lugana und Bianco di Custoza, die auf breiter Ebene den Ruhm des italienischen Weins in der Welt begründet haben. Ein Classico-D.O.C.-Wein wird nach strengen Vorschriften erzeugt, wobei die Erträge pro Hektar niedriger sind. Das gilt für Bardolino und Valpolicella. Strenge Produktionsregeln gelten auch für den Soave Colli Scaligeri, dessen Traubengut ausschließlich aus Hügellagen stammt. Der roséfarbene Chiaretto, der Lugana und der Bianco di Custoza ergänzen das Sextett, das über den Namen Palladio hinaus etwas Wichtiges gemein hat: "Es macht richtig Spaß sie zu trinken!" |
| Romano DAL FORNO - Illasi |
| Etwas außerhalb des eher unscheinbaren Örtchens Illasi, östlich von Verona gelegen, hat Romano Dal Forno mitten ins freie Feld einen Palazzo gestellt, der eine ständige Baustelle ist. Die Hoffnung, daß dieses Château Amarone je fertig wird, ist gering. (Romano dal Forno würde das nicht zugeben.) Dem an sich schon riesigen Gebäude werden ganze Flügel neu zugefügt, mit Gewölbekellern in 15 Metern Tiefe, Lagerräumen, feinsten Steinfußböden, gläsernen Aufzugsanlagen und riesigen Trockenräumen in den oberen Etagen. Hier zeigt uns Romano völlig neuartige, kolossal wirkende Trocken- und Belüftungsanlagen aus Edelstahl. Sie sind von ihm selbst erdacht und speziell für diese Schatzkammer des Amarone von Hand gefertigt. Die Riesenventilatoren sind an Schienen an der Decke aufgehängt und wandern bei Bedarf computer- oder menschengesteuert durch die Reihen von Traubenkisten, in denen das wertvolle Rebgut, Traube für Traube sorgfältig eingelegt, noch vor der Gärung die langsame Metamorphose zum süßen Konzentrat erfährt. Ob Temperatur, Belüftung oder Luftfeuchtigkeit, nichts will Romano dal Forno dem Zufall überlassen. Die gehaltvollen Weine, man möchte fast sagen Elixiere, die er dann in seinen Fässern hält - Valpolicella, Amarone, Recioto und Nettare - benötigen dieses großzügige Ambiente, um sich über Jahre hin zu entwickeln. Es geht nicht um mehr, sondern um besser! Daß Romano dazu so viel mehr Platz braucht, liegt auch daran, daß er seinen Valpolicella längst wie einen Amarone ausbaut und lagert. Der Drang zur Perfektion verlangt nach der Möglichkeit, einzelne Jahrgänge unabhängig von räumlichen Einschränkungen bis zum goldrichtigen Moment der Abfüllung zu lagern. Romano dal Forno ist kein Mann der großen Show und von PR, er verläßt sein Reich eher selten. Dennoch ist er dabei ständig unterwegs, auf der Suche. Der Philosoph, als solcher entpuppt er sich, wenn er sich im Gespräch öffnet, kennt die ganz großen Weine dieser Welt genau. Sein Ziel aus dem Amarone einen eben solchen zu machen, hat er längst erreicht. Er würde sagen: noch nicht erreicht. Denn die wirklich Ruhelosen und Kreativen wie Romano, die einer Vision folgen, sind nie am Ziel. Für sie ist das Leben kein Fluß, sondern eine ständige Baustelle. |
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